Weihnachten und Jahreswechsel 2021/2022

Auf mehrfachen Wunsch anbei eine Kopie des Briefes an die Mitglieder

Nürnberg, im Dezember 2021

Liebes Mitglied,

wir wünschen Ihnen ein Frohes Fest und ein gesundes neues Jahr 2022.

Das turbulente und in Teilen sehr schwierige Jahr 2021 neigt sich dem Ende zu. Auch dieses Jahr fiel die Jahreshauptversammlung dem Covid-Virus zum Opfer. Die Inzidenz-Zahlen blieben während der Zeit, in der wir eine Versammlung einberufen hätten können, zu hoch.
Die Jahreshauptversammlung planen wir nun für das zweite Quartal 2022. Die Einladung werden wir frühzeitig versenden.

Wegen der Corona Pandemie wurden die Aktivitäten des Vereins auf Sparflamme fortgesetzt:

Die Juraleitung P53 bedroht weiterhin unser Rednitztal. Tennet möchte die Leitung in einem Tunnel unter dem Tal führen. Trotz vieler Einsprüche, auch der Städte Schwabach und Nürnberg hält Tennet an der Trassenführung fest. Um die Machbarkeit zu prüfen plant Tennet im Rednitztal Probebohrungen. Wegen der zu erwartenden Schäden an den Wiesen und im aktuellen Trassenbereich wird ein Betretungsverbot diskutiert. Die Stadt Altdorf hat das bereits beispielhaft gezeigt: Sie hat für alle städtischen Grundstücke und öffentlichen Wege ein solches Verbot für Tennet erlassen.

Der Verein ist weiterhin Mitglied der BI-Allianz P53 (https://www.bi-allianz-p53.org/). Unser Hauptanliegen bliebt eine Trassenführung der Juraleitung, die auf Menschen und Umwelt Rücksicht nimmt und sie vor den Gefahren einer Höchstspannungsleitung schützt.

Das für den 20.11.21 geplante Fest „Erlebniswelt Wässerwiesen“ musste wegen der steigenden Corona-zahlen auf Ende März/Anfang April 2022 verschoben werden. Das Fest sollte auf das Schutzbedürfnis der Wässerwiesen hinweisen. Verdeutlicht werden sollte welche Risiken Tennet uns und unserer Umwelt mit der Erdverkabelung zumutet.

Zum Frankenschnellweg (FSW) gibt es nichts Neues: Die Betonfraktion im Nürnberger Stadtrat weilt noch immer in der automobilen Vergangenheit. Die Nürnberger Stadtpolitik steht auf dem Standpunkt, dass zum Ausbau des FSW alles gesagt ist und man „nur noch“ bauen müsste.

Positiv dagegen fiel der Mitgliederentscheid des Bund Naturschutz aus. Die Mehrheit der Mitglieder lehnte den Vergleich mit der Stadt ab.

Mit einem Bürgerantrag soll die Stadt gezwungen werden Alternativen zum geplanten FSW zu untersuchen. Bitte helfen Sie dem Bürgerantrag mit Ihrer Unterschrift zum Erfolg. Näheres finden Sie auf der Seite https://buergerantrag-stadt-statt-autobahn.nuernberg4future.de/

Weitere lokale Themen

Nach 15 Jahren Planungs- und Bauzeit wurde der sechsspurige Ausbau der A73-Südost in Betrieb

genommen und die Umwidmung der Südwesttangente zur Autobahn von der Stadt Nürnberg beantragt.

Zur Entlastung der Ortsdurchfahrt Stein und der südwestlichen Stadtteile von Nürnberg soll auf breiter Basis nach Entlastungsmöglichkeiten in einem größeren Verkehrsraum gesucht werden. Das Thema wurde im letzten Jahr unter der Überschrift „Untertunnelung des Rednitztals für die B14“ heftig diskutiert. Im Sommer startete die intermodale Studie, die zwei Jahre dauern soll.

Sicher kannten Sie die stark verwitterte und morsche Bank mitten im Rednitztal. Ein Vereinsmitglied hat sie in Stand gesetzt und das im Gebüsch liegende Schild mit der Inschrift „Verein zum Schutz des Rednitztals“ wieder angeschraubt.

Leider ist der Annemarie-Brouer-Weg noch immer nicht gewidmet. Er liegt teilweise im „Niemandsland“, teilweise auf Schwabacher Stadtgebiet. Wir Vorstände lassen jedoch nicht locker und bleiben mit den Lokalpolitikern im Gespräch.

Wir begrüßen das Ergebnis der Wahlen des BN-Kreisgruppenvorstandes mit Klaus-Peter Murawski als neuem Vorsitzendem. Wir erhoffen eine gewinnbringendere Kommunikation zwischen BN-Nürnberg und unseren Partnern, dem Bündnis gegen den Frankenschnellweg und dem Verkehrsclub Deutschland (VCD). Das Wahlergebnis könnte auch die Zusammenarbeit mit Fridays for Future fördern.

Die Petition „Alle Bäume bleiben an der Radrennbahn Nürnberg!“ ist noch nicht abgeschlossen. Helfen Sie mit die 200 zum Teil sehr alten und schützenswerten Bäume zu erhalten, die von einem Eigentums-wohnungsprojekt bedroht sind.

Die Werbung: „Reichelsdorfer Keller: Auf der Suche nach einer Kapitalanlage“ zeigt deutlich wo die Prioritäten der Stadt und der Projektgesellschaft liegen.

Unterschriftenlisten und Informationen finden Sie im Internet unter https://www.openpetition.de/petition/online/alle-baeume-bleiben-an-der-radrennbahn-nuernberg.

Auch 2022 werden wir an der Agenda 21 zur ökologischen Stadtplanung, Energie und Klima teilnehmen.

Einige Vereinsmitglieder planen den Bau eines Wasserschöpfrades. Wenn Sie an dem Projekt interessiert sind und sich anschließen möchten wenden Sie sich bitte an den Vorstand. Spenden für das Projekt werden gerne entgegengenommen.

Wie auch im letzten Jahr zum Schluss das leidige Thema Finanzen: Bitte denken Sie daran die Jahresbeiträge zu überweisen, falls noch nicht geschehen. Der Verein kann ohne ausreichende finanzielle Mittel nicht überleben.

Mit weihnachtlichen Grüßen

Ihre Vorstände

Bleiben Sie gesund! Wir freuen uns auf ein baldiges persönliches Wiedersehen.

Buchvorstellung – Der Reichelsdorfer Rednitz-Auwald

Dr. Jörg Henninger, Mitglied im Verein zum Schutz des Rednitztals, beschreibt in seinem Buch „Der Reichelsdorfer Rednitz-Auwald“ den Lebensraum des Rednitztals zwischen Reichelsdorf und Schwabach mit seiner Vielfalt an Fauna und Flora.

Dieser liebevoll erstellte Bildband nimmt Sie mit auf eine Wanderung durch den ursprünglichen Galeriewald entlang einer der wichtigsten Wasseradern in der Metropolregion Nürnberg.

Nähere Informationen zu Inhalt und Bestellung des Buches steht Interessierten auf der Seite https://lightdocuments.com/rednitz-aue/ zur Verfügung.

Im Brief zum Jahreswechsel 2020

wurden neben den Aktivitäten des Vereins wichtige Themen aufgegriffen, an die hier erinnert werden soll

  • Die Geplante Juraleitung P53 (aktueller Stand dazu unter BI-Allianz)
  • Die empfohlene Ablehnung der Vergleichsverhandlungen der Stadt Nürnberg mit dem Bund Naturschutz. Sehr gut dazu passen Leserbriefe aus dem Mauersegler (Ausgabe Dezember 2017).
  • Die Klage des VCD gegen die Planfeststellung des Frankenschnellweges. Siehe auch (STATTautobahn.de)
  • Die Petition gegen die Abholzung des Baumbestandes an der Radrennbahn (Alle Bäume bleiben)
  • Für Details anbei der komplette Brief

Jahreshauptversammlung 18.3.2020

Die Versammlung musste wegen Covid-19 verschoben werden. Sobald die Situation es erlaubt erfolgt eine neue Einladung.

Tagesordnung

  1. Begrüßung
  2. Bericht des Vorsitzenden
  3. Bericht des Kassiers und der Kassenprüfer
  4. Aussprache
  5. Entlastung des Vorstandes
  6. Änderung der Satzung (Neufassung)
  7. Wahl des Vorstandes
  8. Verschiedenes

Neues vom Frankenschnellweg

Nachdem es lange Zeit sehr ruhig um den kreuzungsfreien Ausbau geworden war, überschlagen sich jetzt die Ereignis­se: Die geforderte Umweltverträglich­keitsprüfung (UVP) wurde vorgelegt und zusammen mit den geänderten Tunnel­plänen in ein ergänzendes Planfeststel­lungsverfahren eingebracht….

weiterlesen in der Sonderausgabe der Wendeschleife

Informationen zum Thema Frankenschnellweg, wie Publikationen des VCD,
Ausarbeitungen der Studierenden der Technischen Hochschule Nürnberg,
Vergleichsentwurf zwischen der Stadt Nürnberg und dem Bund Naturschutz,
sowie die Stellungnahme des Bündnis gegen den FSW und weitere Informationen

finden Sie hier

Mobilität anders denken

Das eigene Auto ist für viele Menschen das Fortbewegungsmittel der Wahl. Mehr als jeder zweite Nürnberger besitzt ein Auto, 600.000 Pkw passieren täglich die Stadtgrenze. Die Planung der autogerechten Stadt, die man in Nürnberg wie im Rest Deutschlands vor allem ab Mitte des vergangenen Jahrhunderts forciert hat, bestimmt bis heute das Stadtbild.

Nürnberg hat sein Ziel, den Anteil des öffentlichen, Rad- und Fußgängerverkehrs am Gesamtverkehr in der Stadt auf 70 Prozent zu erhöhen, bislang nicht erreicht. Der Grund: man hat es dem motorisierten Individualverkehr zu leicht gemacht. Menschen, die umsteigen wollen, haben es aufgrund fehlender Infrastruktur für andere Verkehrsmittel dagegen schwerer. Die Folgen spüren vor allem die Bewohner der Stadt: Lärm, schlechte Luft, fehlende Sicherheit und wenig Platz für andere Verkehrsteilnehmer.

Eine Stadt sollte nicht für Autos gebaut sein, sondern für die Menschen, die dort leben. In ihrer Dokumentation „Mobilität anders denken“ zeigt die Medienwerkstatt Franken, wie das gehen kann.

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